Nichts zu verlieren gegen den Spitzenreiter

(rb) Wenn der derzeitige Tabellenführer der Regionalliga West seine Visitenkarte im Lohrheidestadion abgibt, erwartet man eigentlich ein klares Ergebnis. „Wir wollen uns trotzdem so teuer wie möglich verkaufen“, verspricht Trainer Farat Toku. Es ist kein Geheimnis, dass sich unsere Jungs im Hinspiel nach einem großartigen Kampf erst knapp geschlagen geben mussten. Nur Viktorias Stürmer Sven Kreyer konnte Edin Sancaktar überwinden und den knappen 1:0-Sieg für den Aufstiegsfavoriten rechts vom Rhein herstellen.

„Viktoria hat natürlich die individuelle Klasse, mit Spielern, die ein Spiel wirklich entscheiden können. Aber wir wollen das auffangen“, gibt sich Toku bewusst kämpferisch. Die Kölner, die mit neun Punkten Vorsprung auf den direkten Verfolger SV Rödinghausen ihre Position weiter ausbauen wollen, sind dabei nicht nur Highlight der Saison, sondern auch Prüfstein. „Es ist der Abschluss der Hinrunde, und wir wollen nochmal alles raushauen“, weiß auch Toku.

Schaut man rein auf die nackte Bilanz könnte man auch von einer echten Herkulesaufgabe ausgehen: Seit Wiedereinführung der Regionalliga West konnten unsere 09er nur eins von elf Spielen gegen Viktoria Köln gewinnen. Güngör Kaya und Nico Buckmaier trafen damals zum 2:1-Sieg im März 2016 für unsere Farben – die älteren Fans mögen sich erinnern.

„Wir wollen uns solide aus der Hinrunde verabschieden, das sind wir einfach schuldig“, sagt Toku und schiebt nach: „Die Lage momentan ist natürlich schwierig, aber was nützt es denn? Jetzt ist jeder einzelne gefragt, sich noch einmal zu präsentieren.“

Ein Punktgewinn gegen Viktoria Köln wäre umso wichtiger, denn schaut man auf die Tabelle hat der 1. FC Kaan-Marienborn ein „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen den SV Lippstadt (Spiel wurde abgesagt, Anm. d. Red.) und deshalb könnten unsere 09er im schlimmsten Fall auf einem Abstiegsplatz überwintern.

Deshalb sind am Samstag noch einmal alle Wattenscheider gefordert, dem Team um Farat Toku beizustehen, und mit etwas Glück die Sensation zu schaffen und die Winterpause entsprechend positiv zu beginnen.

Leave a Reply