3:1 – 09 sendet wichtiges Lebenszeichen

Die SG Wattenscheid 09 hat am gestrigen Samstagnachmittag ein wichtiges Lebenszeichen im Kampf um den Klassenerhalt in der Regionalliga West gesendet und das Heimspiel gegen den 1. FC Kaan-Marienborn mit 3:1 (1:1) gewonnen. Dank eines Doppelpacks von Berkant Canbulut, der später leider verletzt raus musste, und einem Treffer von Cellou Diallo drehten die 09er den 0:1-Rückstand durch Elsamed Ramaj und feierten den ersten Pflichtspielsieg des Jahres 2019, der doppelt wichtig war, da die Konkurrenten aus Köln und Wiedenbrück ebenfalls dreifach punkteten.

Über lange Phasen der ersten Halbzeit war es ein typisches Spiel im Abstiegskampf. Beide Teams bekämpften sich im Mittelfeld, standen kompakt in der Defensive und so blieben große Torchancen Mangelware. Nach einer Flanke von Kapitän Nico Buckmaier köpfte Adrian Schneider aus spitzem Winkel am langen Pfosten an das Aussennetz. (13.) Die Gäste aus dem Siegerland gingen in der 37. Minute nach einem sehenswerten Konter in Führung. Burak Gencal schickte Elsamed Ramaj mit einem schönen Pass auf die Reise und der Käner Angreifer blieb frei vor Edin Pepic cool und überwand den 09-Schlussmann zum 0:1.

Die Nullneuner waren einige Minuten geschockt und benötigten kurz vor dem Halbzeitpfiff eine Standardsituation und das notwendige Spielglück, um zum wichtigen Ausgleichstreffer zu kommen. Eine Ecke von Cellou Diallo landete irgendwie an allen vorbei am zweiten Pfosten bei Berkant Canbulut, der keine Mühe hatte, den Ball über die Linie zu drücken. (45.) So ging es mit dem 1:1 in die Kabinen und kurz nach Wiederbeginn schnürte Berkant Canbulut gar den Doppelpack. Nach schöner Vorarbeit von Nico Buckmaier und Cellou Diallo traf „Berko“ aus der Drehung zum umjubelten 2:1. (48.) Dieser Treffer gab 09 das Momentum und fortan bestimmten sie das Spielgeschehen.

In der 68. Minute besorgte Cellou Diallo die Vorentscheidung. Nach einer Flanke von der linken Seite wurde Steve Tunga Malanda im Strafraum geschubst, doch Schiedsrichter Holz ließ weiterlaufen, so landete die Kugel bei Cellou Diallo, der Gästekeeper Bölker mit seinem Abschluss zum 3:1 überwinden konnte. Die Käner versuchten sich noch einmal gegen die drohende Niederlage zu stemmen, allerdings ließ die 09-Defensive nichts mehr zu. Auf der Gegenseite besaß der eingewechselte Tyger Lobinger die Möglichkeit, das 4:1 zu erzielen, doch aus spitzem Winkel scheiterte er an Bölker. (73.) In der Schlussminute musste sich Edin Pepic nach einem Schuss des ebenfalls eingewechselten Schilamow strecken und den Nachschuss schoss Ramaj an das Aussennetz.

Danach herrschte großer Jubel und Erleichterung bei den knapp 600 09-Anhängern, denn der wichtige Heimsieg war unter Dach und Fach. Nächste Woche Samstag geht es weiter mit dem Auswärtsspiel bei der U21 des 1. FC Köln. Zu diesem Spiel spendiert der neu gewählte Aufsichtsrat Fanbusse. Mannschaft und Trainer hoffen auf zahlreiche 09er in Köln, die für ein Heimspiel sorgen.

Mannschaftsaufstellung: Pepic; Obst, Lach, Schneider, Popovic; Corboz, Tunga Malanda; Diallo (81. van Santen), Canbulut (75. Taskin), Buckmaier; Yesilova (70. Lobinger)

Tore:
0:1 Elsamed Ramaj (37.)
1:1 Berkant Canbulut (45.)
2:1 Berkant Canbulut (48.)
3:1 Cellou Diallo (68.)

Schiedsrichter: Patrick Holz

Zuschauer: 578

Kommentar von Farat Toku: „Es tut richtig gut, dass sich die Mannschaft endlich mal für ihren Aufwand belohnt hat. Einen großen Dank an den Verein, dass er es uns gestern ermöglicht hat, ein kleines Trainingslager zu absolvieren. Das war sehr wichtig und man hat das auch auf dem Platz gesehen. Es war ein Geduldsspiel und wir wollten das Umschaltspiel von Kaan-Marienborn unterbinden, denn das ist ihre große Stärke. Leider hat ein solcher Umschaltmoment zum 0:1 geführt. Wichtig war natürlich das 1:1 kurz vor der Halbzeit. Nach der Pause hat man gesehen, dass wir das Spiel unbedingt gewinnen wollten. Großes Kompliment an die Jungs, die immer an sich glauben, nie aufgeben und in jedem Training Vollgas geben. Es war nur ein kleiner, aber eminent wichtiger Schritt auf dem Weg zum Klassenerhalt.“

Kommentar von Thorsten Nehrbauer: „Wenn man die gesamten 90 Minuten betrachtet, war es ein verdienter Heimsieg, weil ein Fußballspiel dauert nun einmal 90 Minuten. Wir haben nur in der ersten Halbzeit richtig gut gespielt und sind verdient in Führung gegangen. In der zweiten Halbzeit haben wir uns den Schneid abkaufen lassen und wenn du wie bei den beiden Gegentoren so verteidigst kannst du in Wattenscheid nicht gewinnen.“

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